Es gibt keine größere Herausforderung als gegen sich selbst anzutreten.

Wünschst du dir mehr Durchhaltevermögen? Möchtest du konsequenter deine Ziele erreichen? Willst du deinen “Zweifler” besser kennen lernen? Dann wird dieses einfache Spiel dir dabei helfen.

Während der Arbeit an meinem Buch und dem Kapitel „Tägliches Ritual“ kam mir die Idee zur „Push Button Challenge“. Diese Challenge ist so einfach, wie sie auch gleichzeitig schwer ist. Denn du spielst gegen den schwierigsten Gegner, den du dir vorstellen kannst: gegen dich selbst.

Die Herausforderung ist ganz einfach: Drücke einmal pro Tag auf eine Taste. Jeden Tag. Zur selben Uhrzeit.

Was glaubst du, wie lange du das schaffst?

Eine Woche?

Einen Monat?

Denkst du dir „Das ist mir zu doof“?

Oder zu einfach?

Einfach sinnlos?

Was steckt hinter diesem Spiel?

 

Wenn du „Der Morgenspaziergang“ oder mein Buch gelesen hast, wirst du es im Grunde schon wissen.

Mich beschäftigt immer wieder das Phänomen, dass ich mir etwas vornehme – und dann doch nicht tue. Ich bin hoch motiviert, fest entschlossen … um dann im letzten Moment doch eine Begründung zu finden, es nicht zu tun. Kennst du das auch?

Wieso ist das so?

Es gibt, wie so oft, viele Gründe für dieses Verhalten und ich glaube, dass es nicht die eine Antwort auf diese Frage gibt, die für uns alle gilt. Dazu haben wir zu viele verschiedene Erfahrungen in uns gespeichert, wieso wir etwas nicht tun sollten – obwohl wir es uns vorgenommen haben, obwohl wir es im Grunde wollen.

Ich zitiere hier Grenville Kleiser, einen amerikanischen Schriftsteller, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts umfangreich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt hat.

By constant self-discipline and self-control, you can develop greatness of character.

Auf Deutsch etwa:

Bei konstanter Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung kannst du einen großartigen Charakter entwickeln.

Nun hat das Wort „Disziplin“ leider oft einen negativen Beigeschmack.

Wer will schon diszipliniert werden?

Wer hat es als Kind geliebt, den vorgegebenen Regeln zu folgen? In der Schule, in der Kirche oder zu Hause. Wer hat sich über eine Maßregelung, die mit „Du musst …“ anfing, gefreut?

Wie fühlst du dich heute bei dem Wort „Disziplin“?

Das Gute daran

 

Die Medaille hat ja bekanntlich zwei Seiten.

Die „positive“ Seite lautet: Ziele erreichen und die größere Freude der kleinen Lust bevorzugen.

Ohne Disziplin verliere ich das größere Ziel aus den Augen und lasse den kleinen Versuchungen der Lust nach und nach so viel Raum, dass sie leicht überhandnehmen können.

So wird aus „Ach, nur ein Schluck“ die ganze Flasche geleert.

Die goldene Mitte wird gesucht.

Eine Disziplin, die mich meinem großen Ziel näherbringt und eine Undiszipliniertheit, die mich enthemmt und ausgelassen feiern lässt – und nicht umgekehrt!

Ausruhen ja, aufgeben nein.

So wie ein Fußballer, der konstant und diszipliniert trainiert und – wenn er ein Tor geschossen hat – seiner Freude freien Lauf lässt.

Der Weg zum Ziel war und ist eine wiederkehrende Konfrontation mit sich selbst.

Mit dem inneren Schweinehund.

Wie gehe ich mit meinem inneren Schweinehund um?

 

Ursprünglich hat mich einer meiner Lehrer, Johannes Galli, auf diese Art der Übung aufmerksam gemacht.

Er schilderte, wie er sich vornahm, jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit eine Kerze anzuzünden. Um dann seinem inneren „Gegenspieler“ zu begegnen, der ihm Gründe lieferte, es doch nicht zu tun. Oder wie das Leben sich selbst einmischte und ein Wind das Fenster aufstieß und die Kerze ausblies.

Fasziniert von dieser Schilderung probierte ich auch verschiedene Dinge aus, um dann ebenfalls erfolgreich darin zu scheitern. Oder auch nicht?

Ein halbes Jahr lang ging ich (fast) jeden Tag um sieben Uhr in der Früh für eine halbe Stunde spazieren.

Die Belohnung für diese Selbstkonfrontation und das permanente Überwinden des inneren Schweinehundes war es wert.

Nicht nur der Spaziergang selbst war sehr nährend, sondern der Fokus auf das Wichtignehmen der Dinge selbst wurde mir immer bewusster. Die Sache selbst rückte immer mehr in den Vordergrund, und nicht die Gründe und Ausreden, etwas nicht zu tun.

Wofür – und nicht wogegen.

 

Und so entstand die “Push Button Challenge”.

Jeden Tag einen Button auf einer Webseite anklicken.

Und damit es etwas spannender wird, ist es zeitlich limitiert. Das heißt, du legst eine Uhrzeit fest und zu dieser Uhrzeit „musst“ du dann täglich einmal auf einen Button klicken.

Am ersten Tag hast du dafür noch eine Zeitspanne von drei Stunden. Am nächsten Tag sind es noch zwei Stunden, dann eine Stunde und so wird die Zeitspanne immer kürzer, bis das Zeitfenster nur noch eine Minute beträgt.

Wenn du innerhalb dieser Zeitspanne den Button nicht anklickst, ist das Spiel vorbei.

Neugierig?

Dann lade ich dich ein, auf die Webseite www.push-button-challenge.de zu gehen. Die Registrierung ist ganz einfach. Du brauchst dir nur einen Benutzernamen und ein Passwort zu überlegen.

Dann legst du noch die Uhrzeit fest, zu welcher du den Button anklicken möchtest.

Per E-Mail erhältst du eine PIN, die du jeden Tag mit angeben musst.

Fertig.

Ab dann ist es dir überlassen, auf den Button zu klicken, oder auch nicht.

 

Wer etwas will, findet Wege.
Wer etwas nicht will, findet Gründe.
– Götz Werner

 

 

Was willst du ab heute finden: Gründe oder Wege?

 

Bemerke, wie während dieser Challenge etwas in dir immer wieder Gründe liefert, warum es jetzt doch nicht so wichtig ist.

Bemerke die Gründe.

Kämpfe nicht gegen sie an.

Bemerke, dass der Grund nicht der Weg ist.

Lenke deine Aufmerksamkeit auf den Weg.

Nicht problemorientiert denken.

 

 Sondern lösungsorientiert handeln.

Finde Wege.

Finde deinen Weg!

Probiere ihn aus.

Und so wie du bei dieser Challenge lernst, deinen inneren Schweinehund zu überwinden, lernst du immer mehr den Weg des Handelns.

Wofür, und nicht wogegen.

Und dieser Weg hilft dir bei all den anderen Dingen, die du tust.

Nicht problemorientiert denken.

Sondern lösungsorientiert handeln.

Und so fordere ich dich jetzt heraus.

Nimmst du an?

Marius Schäfer

Marius Schäfer

Persönlichkeits-Coach

Durch meine eigene Lebenskrise habe ich begonnen, mich damit auseinanderzusetzen, wie ich nachhaltig positive Veränderung in meinem Leben hervorrufen kann. Alles was ich weitergebe, habe ich an mir selbst erfahren und "erprobt".

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