Immer wieder schnappt diese Falle bei mir zu: Bedingungslos zu lieben, bedingungslos zu sein.

Die letzten Tage waren bei mir ein einziges Auf und Ab. Von jetzt auf gleich und sofort wieder zurück. In alle Richtungen hatte ich Stimmungsschwankungen Deluxe. Zur Zeit des Neumondes konnte ich kaum schlafen, zwei Tage später wieder wie als wäre nie etwas gewesen.

Und in den Momenten, wo ich mich nicht gut fühle, tappe ich immer wieder in dieselbe Falle: Ich bin so nicht in Ordnung. Ich muss anders sein. Mir muss es anders gehen. Ich muss mich anders verhalten. Ich sollte dieses können, ich sollte jenes wissen.

Was mir immer gut tut, ist der ehrliche Austausch mit Freunden. Wenn ich mich reden höre, merke ich, ob ich mir etwas schönrede, ob ich Ausflüchte suche oder ob ich an meiner Wahrheit bin und mich wirklich so zeige, wie ich mich fühle und wahrnehme.

Der Austausch gibt mir Klarheit. Durch meine eigenen Erkenntnisse oder weil ich ehrliche Rückmeldungen bekomme. Und dafür bin ich so dankbar, das lässt sich gar nicht in Worte fassen.

Immer wieder frage ich mich, woher kommt das? Ich meine dieses auf und ab. So ganz oder gar nicht, alles oder nichts. Bisher habe ich noch keine Antwort gefunden. Genauer gesagt habe ich so viele Antworten gefunden, dass ich das Gefühl habe, keine gefunden zu haben.

Und egal, was ich für Gründe meines Zustandes finde, eines bleibt gleich: Der Kampf gegen mich selbst. Also gegen meinen Zustand. Die Ablehnung dessen, wie ich mich gerade fühle.

Es ist ok so, wie es ist.

Dabei ist es doch ok, so zu sein, wie man ist.

Es geht darum, dass ich mit mir klarkomme.

Dass ich mich in die Arme nehme, egal wie ich mich fühle.

Woher kommt dieser Anspruch, perfekt zu sein?

Ich habe da so eine Vermutung.

Da wo wir alle herkommen, unsere ur-ur-Quelle, ich glaube das ist die Perfektion schlechthin.

Liebe.

Pur.

Rein.

Energie in seiner höchsten Form.

Einheit.

Ohne Trennung, ohne Schmerz, ohne Leid.

Und aus dieser Einheit spalten wir uns ab, um hier auf der Erde sein zu können. Um Individualität zu erfahren.

Damit das Ganze sich als Ganzes erfahren kann.

Das geht nur durch die Trennung. Oder die Illusion der Trennung.

Raus aus der Einheit. Rein in die Individualität.

Ich glaube, der Drang nach Perfektion ist der Wunsch, wieder nach Hause zu kommen.

Wieder in der Einheit zu sein.

Wieder in diesem „Raum“ zu sein, wo alles so schön ist, ohne dass es als schön benannt wird.

Es ist einfach.

Das reine Sein, in seiner Schönheit, Klarheit und Vollkommenheit.

Ich glaube, im Endeffekt leide ich immer wieder unter dieser Trennung – beziehungsweise der Illusion der Trennung.

Ich vergesse es einfach immer wieder.

Dass es hier auf der Erde nicht darum geht, bedingungslos zu sein.

Sondern darum, „ich“ zu sein.

Lieber Mensch …

So erinnerte ich mich heute wieder an einen schönen Text, den ich beim ersten Mal Hören so gar nicht akzeptieren wollte. Er stammt von Courtney A. Walsh und nennt sich „Lieber Mensch … du hast alles falsch verstanden“.

Eva Adelberger hat ihn wundervoll gesprochen und vertont. Und so teile ich diesen Text jetzt mit dir. Und vielleicht erinnert er dich auch immer wieder mal daran, dass es okay ist, nicht perfekt zu sein.

Vielleicht erinnert er dich auch daran, worum es jetzt wirklich hier im Leben geht. Mit all seinen Facetten und Variationen.

 

Und hier nochmal das Original, ich empfehle dir allerdings das Video anzuhören.

 

Lieber Mensch,

du hast alles falsch verstanden.

Du bist nicht hier, um bedingungslose Liebe zu meistern.

Die ist da, wo du her kommst und wieder hin zurück gehst.

Du bist hier, um persönliche Liebe zu lernen,

universelle Liebe, schmuddelige Liebe, verschwitzte Liebe,

verrückte Liebe, zerbrochene Liebe, ganze Liebe,

erhellt von Göttlichkeit.

Gelebt durch die Eleganz des Stolperns.

Offenbart durch die Schönheit des Versagens – meistens.

Du bist nicht hier, um perfekt zu werden. Du bist es schon!

Du bist hier, um menschlich zu sein,

fehlerhaft und fabelhaft.,

um dann wieder in die Erinnerung aufzusteigen.

Aber bedingungslose Liebe? Erzähl mir nichts.

In Wahrheit braucht Liebe keine Adjektive,

keine Veränderungen, keine Bedingungen der Perfektion.

Es braucht nur, dass du da bist und dein Bestes gibst.

Es braucht nur, dass du präsent bleibst und alles fühlst,

dass du strahlst und fliegst und lachst und schreist,

dich verletzt und heilst und fällst und aufstehst und spielst

und arbeitest und lebst und stirbst als DU selbst.

Das ist genug, das ist viel!

(Courtney A. Walsh)

 

Es geht weiter

Und so geht es immer weiter, mit der zerbrochenen Liebe, mit der nicht erfüllten Liebe, der schmuddeligen Liebe, der übererfüllenden Liebe, der fabelhaften Liebe, mit allen möglichen Formen der Liebe.

Wohin damit?

Wo führt es mich hin?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, ich will fliegen, lachen und schreien.

So stehe ich wieder einmal an einem Abgrund und rufe: Ja, ich bin bereit!

Ich drehe meinen Kopf zu dir und frage dich: Was ist mit dir?

Ohne die Antwort abzuwarten breite ich meine Arme aus, springe in den Abgrund und fliege los.

Marius Schäfer

Marius Schäfer

Persönlichkeits-Coach

Durch meine eigene Lebenskrise habe ich begonnen, mich damit auseinanderzusetzen, wie ich nachhaltig positive Veränderung in meinem Leben hervorrufen kann. Alles was ich weitergebe, habe ich an mir selbst erfahren und "erprobt".

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